37. ADAC Zurich 24h Rennen - Nuerburgring, Nordschleife
Ende Mai hört man die brüllenden Motoren kilometerweit durch das grenzüberschreitende Mittelgebirge im Westen Deutschlands. Nicht dass das im Kurvenparadies Eifel etwas Ungewöhnliches wäre - sogar in den ruhigen Abend- und Morgenstunden will diese Motorenmelodie nicht verstummen.
When21 - 24 May 2009 (4 days) 
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Kein Wunder, denn einmal im Jahr heißt es für über 200 Rennteams: 24 Stunden Vollgas auf der Nordschleife.

 

Dieses Kräftemessen (21.-24. Mai 2009) hat es in sich. Egal ob jung, ob alt, Fahrer oder Zuschauer, hier kommt jeder Motorsportbegeisterte auf seine Kosten. Mit 220.000 Zuschauern ist das 37. ADAC Zurich 24h-Rennen das Motorsporthighlight des Jahres. Rund 700 Fahrer aus 25 Nationen gehen an den Start. Auf der härtesten Rennstrecke der Welt kämpfen Werksmannschaften und Privatfahrer in verschiedenen Klassen um den Titel. Fünf Rennserien und Showeinlagen im Rahmenprogramm sorgen für vier actionreiche Renntage in der Eifel.

 

 

 

 

Faszination Nordschleife

Die Renndistanz über 24 Stunden und die Strecke stellen Mensch und Material vor eine große Herausforderung. Das Siegerteam Manthey Racing legte 2008 insgesamt 3755,94 km zurück. Über diese Entfernung müssen Fahrer und Auto auf dem anspruchsvollen Kurs Höchstleistungen erbringen.

Gefahren wird auf dem Nürburgring Grand Prix-Kurs und der damit verbundenen Nordschleife, welche sich in dieser Streckenkombination über 25,359 km mit 33 Links- und 40 Rechtskurven durch die Berglandschaft der Eifel schlängelt. 290 Meter Höhenunterschied, Sprunghügel, Steilkurven und Steigungen bis zu 17% machen diese Strecke zu einem Erlebnis. Die Nordschleife gilt daher als die längste, anspruchsvollste und schönste Rennstrecke der Welt. So taufte sie einst Jackie Stewart (F1-Weltmeister 1969, 1971 und 1973) ehrfurchtsvoll: „Die grüne Hölle“.

Hier sind erstklassige Fahrer und zuverlässige Fahrzeuge gefragt, um diesen “Höllenritt“ über 24 Stunden zu überstehen. Nicht zu vergessen sind die Witterungsverhältnisse. Es erfordert erhöhte Konzentration der Fahrer und eine ausgefeilte Strategie der Teams, wenn sich die Eifel erstmal im Nebel hüllt oder die Ideallinie nicht mehr trocken fahren lässt.

 

 

 

Rahmenprogramm – Vier Tage Vollgas auf und neben der Strecke

Die Rennaction startet wie jedes Jahr zwischen Ende Mai und Anfang Juni. Als erstes steht die Rundstrecken Challenge Nürburgring auf dem Plan. Bei diesem Zeitrennen werden die Fahrzeuge nach und nach auf den Ring los gelassen, um dann auf rund 300 km Bestzeit zu fahren.

Nach den Boliden folgen die jungen Rennfahrer der ADAC Formel Masters. Seit 2008 wird hier der junge Nachwuchs gefördert, um erste Rundstreckenerfahrungen zu sammeln.

Am Freitag starten dann die ersten Rennen des ATS-Formel-3-Cup und der Kampf um den Sieg des fünften Laufs der ADAC Procar Serie. Diese Serie bietet eine professionelle Bühne für ambitionierte Tuner- und Privatteams.

Die Old- und Youngtimerfans dürfen die historischen Rennboliden im „ADAC 24h-Classic“ bewundern. Dort werden sich Ford Mustang, Jaguar E-Type und Co. in einem Drei-Stunden-Rennen keinen cm Asphalt schenken. Mit diesem Kräftemessen lässt man ein Stück Motorsporthistorie im Herzen der grünen Hölle aufleben. „Wir freuen uns sehr, dass mit dem Drei-Stunden-Rennen für Old- und Youngtimer die Historie des ADAC Zurich 24h-Rennens nun fest im Rahmenprogramm verankert ist“, freut sich Organisationsleiter Peter Geishecker.

 

Ebenfalls im Zeitplan fest verankert sind Showeinlagen der sportauto Drift-Challenge. Weg von den Rundenzeiten, kommt es hier darauf an, dem Zuschauer eine Show mit viel Rauch, stinkendem Gummi und eleganten Drift-Linien zu bieten. Bei dieser Challenge gibt es für Amateure und Profis die Möglichkeit dem Publikum ordentlich einzuheizen. Neben dem Kampf um den Titel des Driftkönigs, stehen auch zahlreiche Demorunden auf dem Programm.

 

Was sich nicht im Programm finden lässt, aber zweifellos Erwähnung verdient, ist die eindrucksvolle Fankulisse. Zuschauer haben bei diesem Event noch die Möglichkeit, direkt neben der Strecke ihre Zelte aufzuschlagen. Eingeschweißte Fanclubs beschallen mit ihren riesigen Partyanlagen die Campinggebiete und sorgen für ausgelassene Stimmung. Bei Benzingesprächen, Bier und Bratwurst werden die Helden der grünen Hölle am Streckenrand gefeiert. Eine Atmosphäre die in diesem Ausmaß wohl einzigartig ist.

 

Ein Muss für jeden Motorsportfan.