Int. Allgäuer-Oldtimer-Festival
When02 May 2010 
Deadline 
WhereMissen - Wilhams
GERMANY 
CategoriesFestival 
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In den siebziger Jahren war die Bergstrecke Missen-Wiederhofen der ausgesuchte Berg zum Saisonabschluß für die Bergrennspezialisten aus dem In- und Ausland.

 

Mit Missen-Wiederhofen war die Punktewertung regionaler, nationaler und internationaler Bergmeisterschaften abgeschlossen. So erkämpfte sich der mittlerweile nach 7 Deutschen Meistertiteln und 7 Europäischen Championaten als bayerischer Berglöwe titulierte Herbert Stenger aus Sommerkahl die entscheidenden Punkte zu seiner 1.Deutschen Meisterschaft.

 

In dieser Zeit, werteten bekannte Rennfahrer wie Heinz Wengert aus Konstanz, Karl Jordan aus Heifingen, Jochen Daur aus Nürnberg und gaben in Missen ihre Visitenkarten ab. Als erster Bergfahrer kam Marcel Pipek durch den eisernen Vorhang aus Jesenice in der Tschechoslowakei mit seinem zweisitzigen Rennwagen mit dem selbstgetunten Lada-Motor nach Missen.

 

Viele heute noch klangvolle Namen der vergangenen und heutigen Rennsportzeiten sind in den Ergebnislisten der Missener Bergrennen verzeichnet.

 

Johann Abt aus Kempten war nach Beendigung seiner eigenen erfolgreichen Rennsportkarriere der kompetente Rennleiter am „Missener Berg“. Sein hohes Ansehen in der Rennsportszene zog die Promis und Fachjournalisten magisch nach Missen.

 

Heinz Wengert, Karl Jordan und viele Andere mehr waren und sind seither immer wieder auf einem Urlaub oder Wochenendtrip in Missen. Selbst die späteren Int. Oberjochrennen nutzten Sie - wenn irgend möglich - auch zu einem Besuch in Missen.

 

Nun haben die Oldtimerfreunde in Missen eine neue, interessante Heimstatt gefunden. Am 15./16. Mai treffen sich die Junggebliebenen mit ihren liebevoll und sachkundig restaurierten Automobilen und Motorrädern zu einer Gleichmäßigkeitsprüfung auf der Traditionsbergstrecke von Missen nach Wiederhofen. Hier geht es nicht in erster Linie um Höchstgeschwindigkeiten.

 

Der Fahrer seiner Klasse, der nach 3 Wertungsläufen die geringste, zeitliche Abweichung der Einzelläufe durch die Lichtschranke am Ziel gebracht hat, wird Sieger seiner Klasse. Das verlangt höchste Konzentration. Auch hier sind Fahrfehler kaum auszugleichen.

 

Die betagten Geräte und Motoren müssen höchsten und zuverlässigen Dienst leisten. Gemessen wird in tausendstel Sekunden. Temperatur- und Wetteränderungen haben einen großen Einfluß auf präzise Fahrzeiten.

 

Die Veranstaltung beginnt am Samstagnachmittag mit der administrativen und technischen Fahrzeugabnahme. Anschließend werden Fahrer und Fahrzeuge dem Publikum vorgestellt. Wissenswertes über Fahrer und Fahrzeug, Fahrzeuggeschichte und Fahrzeugbesonderheiten werden bekanntgegeben. In aller Ruhe kann man sich vor Ort die Fahrzeuge ansehen und manches Interessante zu dem Fahrzeug vom Fahrer erfahren.

 

Eine zünftige Schnauferlparty im Missener Feststadel beendet den Samstag oder beginnt den Sonntag- ganz nach Wunsch.

 

Am Sonntag um 9.00 Uhr beginnt das offizielle Training. Zwei Läufe müssen gefahren werden. Nach der Mittagspause beginnen die Wertungsläufe.

 

Im Veranstaltungsprogrammheft sind alle am Wettbewerb zugelassenen Fahrzeuge mit technischen Angaben nach Startnummernreihenfolge farbig abgebildet. Eine interessante und bleibende Information.

 

Nach drei Wertungsläufen wird abgerechnet. Die Siegerehrung findet danach im Fahrerlager statt.

 

Die Allgäuer Motorsport Freunde e. V. im ADAC haben die Veranstaltung im dankbaren Gedenken, dem im Oktober 2003 nach langer Krankheit verstorbenen Freund und Sportkameraden, „In Memoriam“ Johann Abt gewidmet.