1966 Alfa Romeo Giulia GTC 
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DOROTHEUM Herbstauktion auf der Classic Expo Salzburg / Autumn Sale at Classic Expo Salzburg
Klassische Fahrzeuge / Classic cars
Samstag, Oktober 17, 2020 / Saturday, October 17, 2020
Messegelände Salzburg, Halle 1 / Salzburg exhibition center, hall 1

Reference Number 628717

as of 10/12/2020

Dealer
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Lot 55

Dorotheum - Classic Expo Salzburg  Contact  Location
Am Messezentrum 1, Halle 1  Phone  +43151560-428  City  Salzburg
5020 Salzburg  Fax    State  Salzburg
Austria  Mobile  +4366488543011  Country  Austria Austria
Overview
Car 1966 Alfa Romeo Giulia GTC
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Known History

Eines von nur ca. 1.000 GTC Cabriolets

Das letzte Modell der Carrozzeria Touring

26 Jahre beim letzten Besitzer

Weitgehend unrestauriert

Seit 1974 in Österreich

 

Schon 1963, im selben Jahr, in dem Alfa Romeo das neue Coupé der Tipo 105 Baureihe präsentierte, zeichnete Ernesto Cattoni im hauseigenen Centro Stile ein neues zweisitziges Cabriolet, das sich in Sachen Antriebsstrang beim Sprint bediente, aber auf der kürzeren Bodengruppe der Limousine basierte. Das Ende der Giulia Spider und des großen 2600 Spider war da schon beschlossene Sache und ein Nachfolger, am besten für beide, musste schnell her. Von Cattonis wunderschönem Entwurf entstand aber nur ein Prototipo, in Serie ging dann etwas ganz anderes.

 

Ende 1964 begann die Carrozzeria Touring mit dem Bau der Giulia GTC, die im Frühjahr darauf in Genf ihre Premiere feierte. Mit Touring verband Alfa Romeo eine langjährige Partnerschaft und zuletzt entwarf und baute man noch die großen 2600 Spider. Mit dem Ausbau der Fabrik hatte sich die Carrozzeria schwer übernommen und man brauchte den Auftrag von Alfa so dringend wie einen Bissen Brot. Die neue Giulia GTC sah aber so aus, als wäre Touring nicht nur das Geld, sondern auch die Ideen ausgegangen. Auf den ersten Blick stand da auf dem Automobilsalon eine Giulia GT, der man einfach das Dach abgeschnitten hatte. Das soll nicht heißen das die Giulia GTC nicht schön gewesen wäre, im Gegenteil, sie war ausgesprochen hübsch, nur war man von Touring anderes gewohnt. Daran erinnerte zumindest das „Superleggera“ auf der Plakette mit der Karosserienummer im Motorraum. Erst beim wiederholten Hinschauen fielen dann so manch weitere Änderungen auf. Die hinteren Scheiben ließen sich natürlich hinunter kurbeln und auch das Verdeck konnte man zur Gänze versenken. Untenrum sollten ein paar eingeschweißte Bleche für mehr Steifigkeit sorgen, taten das aber nur in bescheidenem Maße. Die Giulia GTC war bekannt dafür sich bei forcierter Gangart zu verwinden, aber immerhin sah sie verdammt gut dabei aus.

 

Nach nur etwa 1.000 gebauten Stück, manche Quellen sprechen von 998, andere von 1.003, gingen bei Touring 1966 endgültig die Lichter aus. Noch im selben Jahr präsentierte Alfa Romeo mit dem von Pininfarina gezeichneten Cabriolet, das nur noch Spider hieß, ein neues offenes Modell, das zum Superstar avancieren sollte und die Giulia GTC schnell in Vergessenheit geraten ließ.

 

Die Carrozzeria Touring hatte stets alles, was sie gebaut hatte, mit fortlaufenden Nummern versehen, und die 18522, die diese Giulia GTC trägt, ist eine der höchsten bekannten Nummern dieses Modells. Das macht sie nicht nur zu einem der letzten Exemplare dieser raren Alfa Romeo, sondern auch zu einem der letzten überhaupt von Touring gebauten Fahrzeuge. Schon im April 1974 wird auf das Autohaus Wien-West im Rudolfsheim-Fünfhaus eine Einzelgenehmigung ausgestellt. Das Foto darin zeugt von sportlichem Vorleben mit Kriegsbemalung an der Nase und ohne vorderer Stoßstange. Dabei war das so gar nicht das Metier der GTC.

 

Im August desselben Jahres fand sich ein erster österreichischer Besitzer in Wien, der die Giulia GTC aber schon 1977 wieder abmeldete. Drei Jahre später folgte dann ein zweiter Besitzer, der die hübsche Italienerin bis 1993 behalten sollte. Schon 1994 wurde sie schließlich auf den bislang letzten Besitzer zugelassen. Der war mit einem Spider Veloce bereits einschlägig vorbelastet, weshalb die Giulia GTC dort bestens aufgehoben war. Über die Jahre wurde sie stets in Schuss gehalten, wobei sie nie wirklich restauriert wurde. Es wurde das gemacht, was zu machen war, da und dort optimiert, und vor allem wurde mit ihr gefahren, auch in den Urlaub bis in ihr Heimatland. Charmante Gebrauchsspuren zeugen so heute von einem erfüllten Autoleben. Der oder die neue Besitzerin wird es dem Vorgänger hoffentlich gleich tun, denn so schön und selten wie sie ist, wäre es doch viel zu schade ein solch wunderbares Stück italienischer Automobilbaukunst nicht zu fahren, nur weil es heute teuer und begehrt geworden ist.